Dienstag, 30. März 2010

„So eine schöne Aussicht und abends kann ich sogar den Sonnenuntergang sehen“

Beim Tag der offenen Tür im neuen Awo-Seniorenzentrum in Dörnhagen gab es auch Tiere zu sehen

Heimisch werden mit Hund Mailo

Fuldabrück. Gunni Schulz ist entzückt. „So eine schöne Aussicht und abends kann ich sogar den Sonnenuntergang sehen“, sagt die alte Dame, als sie mit dem Rollator ihr neues Reich betritt. Helle Wände, blassblaue Gardinen, ein großzügiges Badezimmer und eine Pferdekoppel in Sichtweite: Die 86-jährige Dörnhagenerin freut sich auf ihren Einzug am 1. April.
Auf Besichtigungstour: Die Mitglieder des Posaunenchors schauten sich die Küche an. Karin Banze (rechts) reichte Gisela Aschenbrenner eine Erfrischung. Fotos:  Dilling
Gunni Schulz gehörte zu den vielen neugierigen Besuchern, die beim Tag der offenen Tür am Wochenende durch das neue Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Dörnhagen streiften. Und wie Schulz, die hier bald ihr neues Zuhause findet, waren die meisten Gäste beeindruckt von den großzügigen, hellen Räumen. „Das ist alles sehr schön gelungen“, sagt Gisela Aschenbrenner, die als Nachbarin des Hauses die Baufortschritte genau verfolgt hat.
Wie Aschenbrenner freut sich auch Hans-Günter Matthäus vom Posaunenchor, dass es jetzt endlich ein Seniorenheim im Ort gibt. Denn beide wollen in ihrem Heimatdorf bleiben, wenn sie später einmal Betreuung brauchen.
Die Bewohner sollen im Altenzentrum ihren Alltag möglichst so leben können, wie sie es gewohnt sind, sagt Tanja Stuhl, die Pflegedienstleiterin. Dazu gehören natürlich auch die Vereine. „Wir kommen gern, wenn wir gerufen werden“, sagt Jörg Neurath, der Leiter des Posaunenchors. Zu runden Geburtstagen und anderen Anlässen wollen sie im Heim spielen. Auch die übrigen Vereine, die das Programm und den Gottesdienst zur Einweihung des Hauses mitgestalteten, stehen bereit.
Besondere Attraktion waren die Hunde Mailo und Mücke sowie einige Meerschweinchen. Die Therapeutin Tatjana Rech, die nebenan einen Bauernhof hat, wird zweimal im Monat mit ihren Lieblingen die Senioren besuchen. Gunni Schulz, die mit Hunden aufgewachsen ist, ist begeistert. „Da fällt mir die Eingewöhnung leichter“, sagt sie.
Mit der 86-Jährigen werden am 1. April sieben weitere Bewohner einziehen. Bis Mitte April werde die erste der vier Hausgemeinschaften vollständig sein, sagt Michael Schmidt, Geschäftsführer der Awo Nordhessen. Dann sollen insgesamt 48 Bewohner betreut werden.
Infos und Anmeldung: Awo Nordhessen in Kassel, Tel. 05 61/507 70

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